Das Team von Social BallerZ erhält die Ernst Alexander Auszeichnung.

Social BallerZ e.V. erhält Ernst Alexander Auszeichnung 2026

Teamgeist, Vielfalt und gegenseitiger Respekt: Mit diesen Werten punktet seit 2025 ein Basketball-Projekt in Gelsenkirchen. Der Verein Social BallerZ e.V. hat vom Start weg nicht nur zahlreiche Anhängerinnen und Anhänger gewonnen, sondern auch die diesjährige Ernst Alexander Auszeichnung des FC Schalke 04 und seiner vereinseigenen Stiftung Schalke hilft!.

Durch den von Vereinsgründer Rene Habersaat konzipierten HoopXpress, der die Ausrüstung und einen mobilen Basketball-Court transportiert, bringen die Social BallerZ den Sport dorthin, wo er fehlt – direkt zu Kindern und Jugendlichen. So bietet der Verein den Teilnehmenden sichere Bewegungsräume, Sportangebote und verlässliche Bezugspersonen. Kostenlos, barrierefrei und inklusiv verbindet das Streetball-Projekt Basketball, Musik und Begegnung zu einem attraktiven Freizeit- und Bildungsangebot.

Der Basketball hat Habersaat selbst in schwierigen Lebenssituationen Halt, Struktur und Perspektive gegeben. Seine persönliche Erfahrung ist ein zentraler Antrieb für das Projekt. Der Initiator weiß, welches Potenzial Sport haben kann, wenn junge Menschen gesehen werden und Teil einer Gemeinschaft sind.

Rene Habersaat betont: „Wir heißen alle willkommen, aber wir geben den Kindern und Jugendlichen auch von Beginn an Regeln mit, die einen respektvollen Umgang gewährleisten – auf und neben dem Platz.“ Gestartet sind die Social BallerZ in der St.-Joseph-Kirche in Gelsenkirchen, mittlerweile unterstützt der Verein verschiedene Schul-AGs und kooperiert auch mit der Manuel Neuer Kids Foundation.

„Die Auszeichnung ist eine unglaubliche Ehre und Bestätigung unserer Arbeit. Da ich Schalker bin, freut es mich umso mehr, dass der Verein unser Engagement auf diese besondere Art würdigt und wertschätzt,“ freut sich der 36-Jährige, der seit drei Jahrzehnten im Stadtteil Ückendorf lebt.

Mitglieder von Social BallerZ mit Ball beim Training.

„Wir waren von Beginn an begeistert von dem Projekt, denn inhaltlich steht es genau für die Werte Integration, Offenheit und Teilhabe, die wir mit der Ernst Alexander Auszeichnung in besonderem Maß würdigen wollen,“ erläutert Sebastian Buntkirchen, Direktor Fankultur & Nachhaltigkeit beim FC Schalke 04, und zieht eine weitere Parallele: „Gleichzeitig unterstützen wir damit Kinder und Jugendliche, um sie in ihrer Entwicklung zu fördern und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Schwerpunkte, die wir auch mit unserer Stiftung Schalke hilft! setzen.“

Aufgrund der Vielzahl beeindruckender Bewerbungen um die Ernst Alexander Auszeichnung haben sich die Königsblauen in diesem Jahr dazu entschieden, zwei weitere Projekte mit einem kleineren Preis auszuzeichnen. Die Realschule an der Mühlenstraße überzeugte mit ihrem Projekt „Miteinander Leben in Respekt und Toleranz“ für interkulturelles und interreligiöses Engagement. Weiterer Preisträger ist die Klasse 3a der Pestalozzischule Marl, die mit ihrem Musiklehrer ein musikalisches Video zum Tag gegen Rassismus produziert hat.

Ernst Alexander Auszeichnung

Ernst Alexander war ein jüdischer Spieler des FC Schalke 04, den die Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet haben. Der Verein hat sich damals nicht schützend vor seine jüdischen Mitglieder gestellt. Aus der Vergangenheit erwächst eine Verantwortung für die Zukunft. Mit der Ernst Alexander Auszeichnung holt der S04 ihn und alle anderen jüdischen Mitglieder, die entrechtet, verfolgt und ermordet wurden, symbolisch in die Vereinsfamilie zurück. Mit der Auszeichnung ehrt der FC Schalke 04 zudem Menschen, die sich für Integration, Vielfalt und Toleranz einsetzen.

Königsblau und die vereinseigene Stiftung Schalke hilft! schreiben die Ernst Alexander Auszeichnung seit 2018 fortlaufend aus. Damit ehren die Königsblauen öffentliches Engagement für Demokratie, Menschenrechte und ein friedliches Miteinander sowie gegen jede Form der Diskriminierung.

#STEHTAUF

Entschlossen aufstehen gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung: eine Haltung, die der FC Schalke 04 fest in seinem Leitbild verankert hat. Im Rahmen der #STEHTAUF-Aktionstage rückt der Verein sein gesellschaftliches Engagement für Vielfalt und Toleranz in den Vordergrund und setzt damit ein deutliches Zeichen gegen Hass und Hetze.

Bereits 1994 haben die Knappen als erster Bundesligist den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung in ihre Satzung aufgenommen. Das Motto #STEHTAUF geht auf das Jahr 2015 zurück, als nach Initiative von Gerald Asamoah Spieler, Trainer und Verantwortliche wegen Übergriffen auf geflüchtete Menschen mit einem bewegenden Video ein unmissverständliches Zeichen gegen Rassismus setzten. Die Botschaft ist nach wie vor relevant und bezieht sich auf den 1997 im Parkstadion entstandenen Gesang „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ – ergänzt durch: „Steht auf, wenn Ihr Menschen seid.“